Mai

Der Mai, der schon seit über tausend Jahren als Frühlingsmonat gefeiert wird, hat 31 Tage. Als der fünfte Monat im Jahr gilt er als Monat der Wonne, Blumen und Liebe, aber auch als Hochzeits- und Pfingstmonat.

Name, Herkunft und Bedeutung
Der Monat ist nach der Gottheit Maia benannt, die bei den Römern auch als Göttin des Wachstums im Frühling verehrt wurde. Anderen Quellen nach stammt der Name von Jupiter Maius ab, dem Jupiter des Wachstums. Der Mai war früher auch bekannt unter dem Namen Wonnemond, nach dem althochdeutschen Wort wunnimanot (Weidemonat). Er ist auch als Blumenmond bekannt, da im Mai die Blütezeit für viele Pflanzen ist. Im Germanischen bedeutet Mai jung (Maid, junges Mädchen).

In der Katholischen Kirche nennt man den Mai auch Marienmonat, in dem man in besonderer Weise die Gottesmutter Maria verehrt. Die sogenannte Marienandacht findet in der Regel am Abend statt. Eine Marienstatue oder ein Bild der Mutter Jesu wird dabei festlich geschmückt und in einer Kirche aufgestellt.

In Teilen Deutschlands und Österreichs feiert man den Mai auch durch das Aufstellen von Maibäumen. Hierbei handelt es sich große, von Ästen und Zweigen befreite Bäume, die mit Zweigen von Tannen, Girlanden oder buntem Papier geschmückt sind. Vor dem Aufstellen wird der Baum durch das Dorf getragen und oft von einer Blaskapelle und Zuschauern begleitet. Das Aufstellen des Baumes findet dann am Nachmittag oder am Abend statt.

Sternzeichen
Nach den zwölf Tierkreiszeichen des Zodiaks sind im Mai Geborene entweder Stiere (Taurus – 21. April bis 20. Mai) oder Zwillinge (Gemini – 21. Mai bis 21. Juni). Stiere gelten als ruhig, kraftvoll und geduldig, während Zwillinge als kontaktfreudig und redselig bekannt sind.

Symbole
Im 18. Jahrhundert trug man mancherorts bestimmte Edelsteine als Geburtssteine. Der Geburtsstein des Monats Mai ist der Smaragd. Als Geburtsblume gelten das Gänseblümchen oder auch die süße Erbse.

Besondere Tage
Der erste Mai ist ein internationaler Feiertag der Bewegung der Arbeiter und in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Er erinnert seit 1890 jährlich an den Kampf der Arbeiter gegen wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit. In deutschsprachigen Ländern wird am zweiten Sonntag im Mai der Muttertag gefeiert, dessen Ursprünge in der amerikanischen und englischen Frauenbewegung liegen. Die Tage vom 11. bis 15. Mai sind als Eisheilige bekannt. Einer alten Bauernregel nach kann man erst dann fest mit warmem Wetter rechnen, wenn die Eisheiligen vorbei sind.