April
Die Forschung ist uneins über die Herkunft des Wortes. Zum einen kann man April vom lateinischen ‘aperire’ ableiten, was so viel bedeutet wie ‘öffnen’ oder von ‘apricus’ mit der Bedeutung ‘sonnig’. In jedem Fall löste diese Bezeichnung, die dem gregorianischen Kalender entstammt die alte Bezeichnung ‘ostermond’, die bis zu der Regentschaft Karls d. Großen galt ab.
Seit dem 16 Jh. gehört es zum jährlichen Brauch in Europa die Mitmenschen meist begleitet von einem Spruch am 1. April auf den Arm zu nehmen (‘in den April zu schicken’).Nachgewiesen ist dies 1618 zum ersten Mal in Bayern. Selbst Goethe widmete diesem Phänomen ein Gedicht.
Ursächlich ist dies Brauchtum vermutlich mit der Sage verknüpft, dass ‘Luzifer’ am 1. April aus dem Himmel verstoßen wurde. Aber es gibt auch andere ebenso glaubhafte Begründungen.
Auch Komposita im Deutschen wie ‘Aprilwetter’, ‘Aprilschauer’ lassen Rückschlüsse auf die unbeliebte Wankelmütigkeit des Monats (alte Form: Wandelmonat, Wankelmonat u.a.) zu.
Weniger Wandelnd ist die Anzahl seiner Tage. Die sind nämlich mit 30 Tagen festgelegt, wobei in Schaltjahren immer der Monatsbeginn auf denselben Wochentag fällt.
Die Sprache hat sich des Phänomens ganz besonders durch Regelsätze über das Wetter angenommen, die in den Bauernkalender Eingang fanden:” April, April, er macht, was er will”, aber auch Redewendungen aus dem Volksmund sind zumindest überliefert, wenn auch nicht mehr in der Umgangssprache geläufig: “er ist launisch wie der April” oder “er macht ein Gesicht wie der April”.
Sternchen des Aprils ist der “Widder”. Dieses Hörnertier prägt den Charakter der Widder-Geborenen, macht sie durchsetzungsfähig, aber auch faszinierend und verspielt gelichermaßen. Zielstrebigkeit ist eine herausragende Eigenschaft. Unabhängigkeitsdrang macht es ihnen schwer Beziehungen zu halten, es sein denn der Partner versteht damit umzugehen. Fische, Wassermann und Löwe wären die geeigneten Partner. Wer’s glaubt.
Wer kann sollte den Schwankungen des Aprilwetters entfliehen. Eine ganze Palette geeigneter Reiseziele mit angenehmen Temperaturen um die 20 Grad blättert sich auf: die Kanaren, Cuba, Jamaika, Dom. Republik, Hawaii, Malediven. Aber auch in Europa bietet sich im Süden an, Sizilien, die Algarve u.v.a.m. aufzusuchen. Ganz nahe sind die Balearen, aber in Zeiten des Klimawandels sind sie in dieser Zeit nicht mehr hundertprozentig zu empfehlen.